Seite 1 von 2

Evakuierung wegen Einsturzgefahr

Verfasst: 17.03.2018, 17:00
von OPTI-MOG
Liebe Unimog-Freunde,

da muss man erst selbst drauf kommen!? Der offensichtlich einsturzgefährdete Carport aus den 1990er Jahren meines 2005 erworbenen Hauses von 1965 war mir schon immer suspekt. Eine der vier Stützen hatte sich oben um 12 cm verlagert. Das war schon mit bloßem Auge leicht zu erkennen. Die schwere Dachdeckung und das unorthodoxe Tragwerk waren offensichtlich der Grund dafür. (Wer das wohl genehmigt hat?)

Es musste also was geschehen. Gesagt - getan. KLAUSi und McCormick wurden rausgefahren und dem Schneesturm ausgesetzt. Der andere Mog und die Vorderachse waren ja schon gestern abgeholt worden.

Mit verschiedenen Unterstützungen und Spannungen wurde das Konstrukt beaufschlagt und vermessen. Unerwartet aber letztlich plausibel gab es auf die Aktion eine entsprechende Reaktion. Dabei wurde der First um ca. 10 cm angehoben.

Ergebnis: Es braucht zwei höhenverstellbare Stützen etwa in der Mitte der Breite. Dann kann man im Laufe der Zeit mit veränderlichen Einstellungen die entstandenen Verformungen wieder zurückführen und einen stabilen Zustand herstellen.

Re: Evakuierung wegen Einsturzgefahr

Verfasst: 17.03.2018, 17:31
von ingos406er
Hallo Christoph

Dann haben wir heute ja die gleiche Aufgabe gehabt !
Erhöhung des Carports auf Grund des Unimogs !

Gruss Ingo meine Hütte ist bescheidener und derzeit noch nicht photogen !

Re: Evakuierung wegen Einsturzgefahr

Verfasst: 17.03.2018, 17:37
von OPTI-MOG
Hallo Ingo,

ja, man muss sich nur trauen. Natürlich mit technischem Sachverstand.

Doch fotogen oder nicht - das ist eine Frage des Blickwinkels. :wink:

Re: Evakuierung wegen Einsturzgefahr

Verfasst: 18.03.2018, 10:38
von mhame
Christoph,

da hättest du den Achsen-Käufer gleich fragen können, der ist doch vom Fach!

Die Stützen unter den seitlichen Pfetten sehen bei der Dachkonstruktion schon gewagt aus. Das sind doch mit Dachziegeln mehrere Tonnen und bei der freitragenden Spannweite schon mächtig viel Last.

Gruß
Markus

Re: Evakuierung wegen Einsturzgefahr

Verfasst: 18.03.2018, 10:52
von See_baer
Hallo Christoph,
habt ihr eigentlich mal Schnee gehabt?
LG Wolfgang

Re: Evakuierung wegen Einsturzgefahr

Verfasst: 18.03.2018, 10:52
von OPTI-MOG
Hallo Markus,

Florian hatte es sehr eilig mit seinem frisch erworbenen Schätzchen wegzukommen. :wink: (Und ich habe auch schon bei einem Zimmerer gearbeitet.)

Dass der Carport 25 Jahre aushielt, ist schon verwunderlich. Sogar die Fundamente sind unsachgemäß ausgeführt, wie sich inzwischen herausstellte. Beim Diagonalzug sind die nämlich seitlich im Lehm mitgewandert.

Dass sowas trotz behördlicher Aufsicht gebaut werden konnte ... :mauer

Re: Evakuierung wegen Einsturzgefahr

Verfasst: 18.03.2018, 10:58
von mhame
Halo Christoph,

der wusste, warum er schnell wieder weg wollte. :shock:

Vielleicht hatte der Carport ja beim Bau noch Mittelständer, die dann als störend empfunden und entfernt wurden. Hätte ich deine Konstruktion gekannt, hätte ich meine nicht so konservativ ausführen müssen. :roll:

Gruß
Markus

Re: Evakuierung wegen Einsturzgefahr

Verfasst: 18.03.2018, 11:05
von OPTI-MOG
Hallo Wolfgang,

Schnee? Ja heute. Das erste mal in dieser Saison in diesem Ausmaß. Im Januar gabs einen Vormittag lang mal ein wenig "Zucker".

Re: Evakuierung wegen Einsturzgefahr

Verfasst: 18.03.2018, 13:00
von Jürgen-Fahlbusch
Hallo Christoph,

Du betonst und hinterfragst mehrfach die behördliche Aufsicht. Gabs die überhaupt?
Dieser Carport wurde nach Deinen Angaben ja nachträglich in den 90zigern gebaut. War da überhaupt eine Baugenehmigung mit Prüfstatik notwendig?
Bei uns werden Einfamilienhäuser ohne Prüfstatik gebaut.

Re: Evakuierung wegen Einsturzgefahr

Verfasst: 18.03.2018, 13:27
von OPTI-MOG
Hallo Jürgen,

Deine Frage ist berechtigt.

Einen Bauantrag habe ich in den alten Unterlagen gefunden, jedoch keine Genehmigung. Die muss aber erteilt worden sein. Und die Ausführung weicht von der Zeichnung im Antrag ab, wenngleich die schwächliche Konstruktion bereits in der Antragszeichnung zu erkennen ist.

Es hat wohl keine amtliche Prüfpflicht der Statik gegeben. Dann hat eben der Ausführende als Verantwortlicher für die Statik nicht sauber gearbeitet.

Re: Evakuierung wegen Einsturzgefahr

Verfasst: 18.03.2018, 19:21
von F.Rapp
Hallo Christoph,
Du hättest ruhig was sagen können. Für so was hätte ich mir dann schon noch eine Viertelstunde Zeit genommen.
Du hast dir ja auch Zeit genommen mir alles bei dir zu zeigen.

Bei der Ankunft habe ich mich schon über die Bauspriese am Carport gewundert. Ich bin bei solchen Sachen aber sehr zurückhaltend, will ja niemanden was aufschwatzen.

Sieht nach der Instandsetzen doch wieder super aus.

Gruß Florian

Re: Evakuierung wegen Einsturzgefahr

Verfasst: 18.03.2018, 21:28
von Heisseluft-424
Selbst als "Nur-Praktiker", also Nicht-Statiker sieht das Konstrukt sehr "gewagt" aus.
Womöglich wäre das meine erste Veränderung nach einem Kauf gewesen...Die Dachkonstruktion als solches ist scheinbar nicht zu bemängeln, nur die Tragkonstruktion weckt keinerlei Vertrauen...


Ich wünsche viel Erfolg bei der Instandsetzung!

LG

Sven

Re: Evakuierung wegen Einsturzgefahr

Verfasst: 19.03.2018, 22:26
von OPTI-MOG
Hallo Sven,

danke für Dein Mitfiebern.

Es gab aber noch einiges mehr zu retten und zu verbessern an der alten Burg. Und wie beim historischen Unimog muss man sich überlegen, was man sinnvollerweise investiert.

Ein hölzernes Tragwerk meldet sich mit gewissen Geräuschen bevor es bricht. Und ich hatte noch nichts gehört. Aber es wurde nun wohl höchste Zeit. Zumal ich den KLAUS-Bagger mal dran aufhängen möchte. :wink:

Re: Evakuierung wegen Einsturzgefahr

Verfasst: 20.03.2018, 08:30
von scatman
Hallo Christoph,bin manchmal total erstaunt welche Car-port konstruktionen es zu kaufen gibt und das da nicht mehr passiert,ob die 50cm Schneelast aushalten?
VG ULI

Re: Evakuierung wegen Einsturzgefahr

Verfasst: 20.03.2018, 20:31
von OPTI-MOG
Liebe Unimog-Freunde,

die beiden Stützen stehen. Jetzt kann nichts mehr passieren. Der letztendliche Diagonalzug muss noch ausgetüftelt werden.